Stell Dir vor, Du verreist für 3 Jahre. Deine Kamera funktioniert einwandfrei. Du konzentrierst Dich auf die Fotografie.

Testberichte und Diskussionen über neue Produkte interessieren Dich nicht. Spekulationen über geplante Neuerscheinungen erscheinen Dir überflüssig.

Du bist frei.

Frei von dem Gedanken, die Qualität Deiner Aufnahmen durch neue Technik verbessern zu müssen.
Frei von dem schlechten Gefühl, nicht die neueste und schnellste Kamera zu besitzen.

Doch plötzlich passiert es. Deine Kamera versagt den Dienst. Eine Reparatur ist zu teuer.

Du brauchst eine neue Reisekamera.

Du weisst ganz genau, was Du willst: Die beste Kamera für Reisefotografie.

So erging es mir im Sommer 2016. Insbesondere wusste ich, was ich NICHT wollte.

Schleppen.

Digitale Spiegelreflex-Ausrüstungen und schwere Wechselobjektive habe ich geliebt. Für meine Tierfotografie waren sie unerlässlich. Heute möchte ich so leicht wie möglich reisen.

Sensorstaub entfernen.

Staub ist ärgerlich. Sensorstaub nervt! Ich brauche keine Kamera mit automatischer Staubentfernung (die nie 100% funktioniert) – ich brauche eine Kamera, die erst gar keinen Sensorstaub sammelt.

Zubehör-Berge.

Verschiedene Ladegeräte, haufenweise Anschlusskabel und anderes Zubehör. In Spitzenzeiten konnte ich eine eigene Fototasche nur damit füllen.

Rohdaten nachbearbeiten.

Die nachträgliche Bearbeitung bietet Vorteile und kann Aufnahmen retten. Vor 30 Jahren musste ich meine Dias auch nicht bearbeiten, warum soll ich heute Zeit damit vergeuden?

Glücklicherweise reduzierte sich durch diese Kriterien die Auswahl der Kamera-Modelle und Systeme auf eine sehr überschaubare Anzahl.

Die weiteren Kriterien für die Auswahl:

  • Hohe Lichtstärke des Objektivs
  • Kontrolle über die Belichtungssteuerung
  • Optischer Sucher
  • Aufnahme von Rohdaten

Mehr nicht.

Mit diesen Kriterien besuchte ich – müde von den früheren Erlebnissen der Internet-Recherche – ein Foto-Fachgeschäft.

Keine 2 Minuten später lautete die Empfehlung Fujifilm XPro–2. Alternativen: Keine! Das laufende Cash-back Aktionsangebot sollte den Kauf zusätzlich schmackhaft machen.

Die Tatsache vermeintlich nicht vorhandener Alternativen machte mich stutzig und neugierig zugleich.

Um es abzukürzen: Die Beratung hat meine Suche erheblich beschleunigt. Allerdings habe ich mich zunächst gegen die Fujifilm XPro–2 entschieden.

Gekauft habe ich eine Fujifilm X100T:

Fujifilm X100T
Meine neue leichte Reisekamera – die Fujifilm X100T

Sie erfüllt -im Gegensatz zur XPro–2- ausnahmslos alle meine Kriterien an eine universelle Reisekamera.

Die besonderen Merkmale für meine Fotografie sind:

  • Festbrennweite mit 35mm f/2
  • Zuschaltbarer ND-Filter – ermöglicht auch bei viel Licht Aufnahmen mit geringer Tiefenschärfe – und das auf Knopfdruck
  • Umschaltung zwischen optischem und elektronischem Sucher möglich
  • Aufladung über USB
  • Kompaktes, leichtes Gehäuse

Und nicht zuletzt ist die Kamera auch optisch gut gelungen und wirkt mit ihrem Retro-Charme nie aufdringlich.